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ZSC - Facts

Palmares

Schweizer Meister 1936, 1949, 1961, 2000, 2001 und 2008

Continental Cupsieger 2001 und 2002

Schweizer Cupsieger 1960, 1961

Internationaler Serie-B Champion 1932

Nationaler Meister NLB 1973, 1981, 1983, 1985, 1989

Spengler-Cup Sieger 1944, 1945

Logos

            

 

Stadion

Hallenstadion Zürich; Fassungsvermögen: 11'500 Zuschauer

Das Stadion wird 2004/05 umgebaut und modernisiert.

Historie

Die Gründung des ZSC

Die Gründungsversammlung der Eishockeysektion des ZSC fand am 15.0ktober 1930 im Hotel «Habis Royal» in Zürich statt. Man konnte sagen, dass es den ZSC schon gab, bevor er gegründet wurde. Damals existierte unter diesem Namen eine Vereinigung von Kunstläufern, die – wie die meisten Eissportler jener Zeit – dem Wettergott ausgeliefert waren. Denn nur in kalten Wintern war Natureis vorhanden.

Die Eisläufer wollten sich vom Joch des Wetters befreien. Eine Gruppe, von Schweizermeister Dr. Georg Gautschi angeführt, machte sich für den Bau einer Kunsteisbahn in Zürich – der ersten Anlage dieser Art in der Schweiz – stark. Von dieser Idee bekamen auch Bündner Hockeyspieler Wind, die aus beruflichen Gründen in Zürich lebten, und Landhockeyaner, die ihren Sport auch auf dem Eis ausüben wollten. So beschlossen sie die Gründung einer Eishockeysektion im Rahmen des ZSC.

Eishockey war auf dem Platze Zürich nichts Unbekanntes, denn 1930 gab es schon zwei Vereine, die beide zu Meisterehren gekommen waren: die Akademiker (Meister 1916) und die Grasshoppers (Meister 1932).

Die Dolder Eisbahn war noch nicht fertig, als unter der Führung von Direktor Max Reutter die erste Mannschaft gebildet wurde. Diese musste – typisch für den ZSC – ihre ersten Spiele auf fremden Eis, in Mailand und Davos, austragen.

Obwohl die Amateure Ihre Reisen selbst berappten, war es damals für die blütenreinen Amateure kein <müssen>. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten diese Reisen zum Klubleben und förderten das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die meisten Spieler dieser Mannschaft waren Bündner: Noldi Gartmann, John Badrutt, Guido Penchi (der auch noch einen italienischen Pass besass und deswegen schon auf der ersten Reise nach Mailand mit den italienischen Behörden Probleme bekam), Fritz Werth und Georges Lenhard. Ausnahmen waren Fritz Feierabend aus Engelberg sowie Goalie Gusti Wiget, ein Landhockeyaner und waschechter Zürcher.

Eine gute erste Saison

Die beiden ersten Partien in Mailand und Davos gingen verloren. Jedoch machten die Zürcher mit ihren feuerroten Pullis, einem furchterregenden Schlachtruf und einer schwarzen Stoffkatze als Maskottchen dem Davoser Publikum sichtlich Eindruck. Auch der erste Sieg war bald einmal Tatsache: es war ein l4:1 gegen die Grasshoppers. Es sollte nicht mehr lange dauern, da wusste jeder wer im Zürcher Eishockey die erste Geige spielte. Die Bilanz der ersten Saison durfte sich sehen lassen: die Newcomer aus Zürich gewannen 15 von 22 Spielen mit einem Skore von 100:63.

Einstieg in die Meisterschaft und erster Titel

1931 meldete der ZSC sein Fanionteam für die internationale Meisterschaft in der Serie B an und reüssierte auf Anhieb. Fortan gehörte die Mannschaft bis l971 zur Elite im Schweizer Eishockey. Die Mannschaft wurde immer wieder  zu Freundschaftsspielen ins Ausland eingeladen. Als besonders schmeichelhaft dürfen die Einladungen nach England (Olympiasieger 1936) und zur Eröffnung der Eisbahn in Garmisch (vor den Olympischen Winterspielen) bezeichnet werden.

Mit einem stark erweiterten Kader stieg der ZSC in die erste Meisterschaft der Serie A ein. Es sollte aber noch etwa zwei Jahre dauern, bis das Gerippe der Mannschaft stand und die Leistungsträger immer etwa die gleichen blieben. 1934 entstand mit der Verpflichtung des 18jährigen Arosers Heini Lohrer der legendäre „er"Sturm. Neben dem Youngster im Sturmzentrum waren Charly und Hertli Kessler Mitglieder dieser erfolgreichen Angriffsreihe.

Am Ende der Saison 1934/35 schrieb ein Journalist im «Sport» über Heini Lohrer: «Es besteht die Möglichkeit, dass hier in der Schweiz ein neuer Spieler heranwächst, und wir hoffen nur, dass das Talent über alle Klippen im Werdegang glücklich hinweg manövriert werden kann.» Rückblickend kann man sagen, dass der Wunsch des Schreibers in hohem Masse in Erfüllung gegangen ist.

Am Ende der Saison 1936 kam es zum vierten mal zum Final zwischen dem ZSC und dem HC Davos. Dreimal hatte unsere Mannschaft die Überlegenheit der Bündner anerkennen müssen, doch dieses Mal gelang es den Zürchern den Spiess umzukehren und dem HCD die erste Meisterschaftsniederlage seit vielen Jahren beizubringen. Vor 8000 Zuschauern gewann der ZSC dank eines Tores von Griffith in der Verlängerung. Ein Jahr später fehlten zwei Sekunden zum erneuten Titelgewinn: der Becher wanderte wieder nach Davos.

1. HCD, 2. ZSC

Die Hierarchie im Schweizer Eishockey war für die nächsten zwölf Jahre zementiert. Davos gewann bis 1948 immer, der ZSC war nur zweimal nicht Zweiter (l946 und 1948). Hinter dem Fanionteam begannen sich aber die Nachwuchsmannschaften des ZSC zu profilieren. Die zweite Mannschaft (ab 1946 nannte sie sich ZSC Senioren) gewann 1939, 1942, l943 sowie von 1947 bis 1949 jeweils den Titel der Serie A. Das letzte mal bedeutete dies den Aufstieg in die Nationalliga B. Der ZSC war zu jener Zeit in allen Spielklassen vertreten was den Einbau jüngerer Kräfte in die erste Mannschaft bedeutend erleichterte.

Auch die dritte Mannschaft kam in der Serie B zu Titelehren, dies l941, l947 und 1948. Der Weltkrieg verhinderte die Entwicklung und die Kontakte zum Ausland. Im Winter 1939/40 konnte keine Schweizer Meisterschaft ausgetragen werden, da die meisten Spieler zum Aktivdienst aufgeboten worden waren. Für die nächsten Jahre hatte dies zur Folge, dass talentierte Junioren den Sprung in die Nationalliga wagien und dies auch schafften. So wurde sukzessive jene Mannschaft herangebildet, welcher es gelang den HC Davos ein zweites Mal vom Meisterthron zu stossen. Im Winter 1948/49, an einem Januarsonntag, feierten 12'000 Zuschauer den ZSC als neuen Schweizer Meister. Es war dies ein hochverdienter Titelgewinn, denn der ZSC hatte die ganze Meisterschaft hindurch seine Gegner dominiert.

Ein Jahr später waren die Bündner wieder ganz oben in der Rangliste. Damit ging die erste Phase der Geschichte der Nationalliga zu Ende. Ein neuer Name zierte nun sieben Jahre lang die Tabellenspitze: Der EHC Arosa mit Ueli und Gebi Poltera sowie Hans Martin Trepp wurde zur dominierenden Mannschaft in der Schweizer Hockeyszene.

Domizilwechsel und Neuaufbau

Es war aber nicht nur das Ende einer Ära was die Rangliste anbetrifft. Es war auch das Ende des Freiluft-Eishockeys bei Heimspielen des ZSC. Es war vorgekommen das die Zuschauer an schönen Sonntagnachmittagen fast zwei Stunden warten mussten, bis die Spiele angepfiffen werden konnten. Die Sonne war manchmal stärker war als die Kühlaggregate der Dolder-Eisbahn.

Der Ruf «Hallenstadion» stiess offene Türen ein, da die Klubleitung (die Herren Vilim, Gysler und Silvio Rossi) bereits mit der Hallenstadion AG Fühlung aufgenommen hatte. Von der Hallenstadion AG aus wünschte man sich die Zusicherung des SEHV, dass auch Länderspiele an die Halle vergeben würden. So fortschrittlich und wegweisend der ZSC gehandelt hatte, so kleinlich und kurzsichtig gab sich der Verband. Im Juni 1950 an der Delegiertenversammlung des SEHV in Neuenburg wurde diesem Wunsch nicht stattgegeben. Raymond Gafner, damals Verbandspräsident, erklärte im Brustton der Überzeugung, dass Eishockey ein Freiluftsport sei und in einer Halle keine Zukunft habe.

Es zeigte sich dann aber bald, dass der ZSC den besseren Riecher für die Sache gehabt hatte. Schon ein halbes Jahr später konnte im Jahresbericht der Hallenstadion AG vom grossen Publikumserfolg des ersten Länderspiel in der Halle gegen Kanada berichtet werden.

Der Domizilwechsel hatte aber noch vereinsinterne Folgen. Der Stammklub (die Eislaufsektion) und die Schnelllaufsektion blieben am alten Ort. So entstand eine unhaltbare Situation. Zum Dilemma wurde, als an die Eishockeysektion die Aufforderung erging, aus dem Stammklub auszutreten und zugleich den den Namen zu ändern. Es schmälert das Ansehen der Kunstläufer in keiner Weise, wenn damals festgestellt wurde, dass die Bezeichnung «ZSC» in erster Linie durch die Eishockeyspieler bekannt und populär gemacht worden war und diese desshalb nicht auf den Namen verzichten konnten.

Diesen Streit beendete erst eine ausserordentliche Generalversammlung, an welcher schliesslich die sportliche Vernunft siegte: «ZSC» blieb der Name für den Hockeyklub. In sportlicher Hinsicht kam es zu einem massiven Generationenwechsel. Viele der Meisterspieler von 1949 traten vom Spitzensport zurück und mussten durch Spieler der zweiten Mannschaft ersetzt werden. Es war ein Neuaufbau der, bedingt durch die Erstarkung der andern Mannschaften in der Schweiz, nicht so schnell zum Erfolg führte wie sich dies manch einer gewünscht hatte.

Erst in der Saison 1957/58 konnte der ZSC nach Turniererfolgen in der Vorsaison erstmals wieder mehr Meisterschaftspunkte auf seinem Konto aufschreiben, als er Spiele austrug. Dann wurde die Mannschaft sichtlich stärker und holte in jeweils 14 Spielen 16 und dann l9 Punkte. In der Saison 1960/61 gab es dann wieder einen hochverdienten Meistertitel zu feiern. Mit 23 Punkten holte sich die von Spielertrainer Otto Schläpfer geführte Mannschaft den Meisterbecher. Auch im Fachblatt «Sport» fand Chefredaktor Walter Lutz für unser Team anerkennende Worte: «Mit dem Zürcher SC hat diskussionslos die beste, die stilsicherste und vor allem die ausgeglichenste Mannschaft gewonnen. Die Bemühungen, konsequent und als einzige Mannschaft auch einen dritten Sturm einzusetzen, haben sich gelohnt und nicht nur viele Partien, die auf des Messers Schneide standen, entschieden, sondern letzten Endes auch die Meisterschaft. Die Meisterschaft ist dem Besten, dem Würdigsten zugefallen, einem Team, das immer ritterlich kämpfte und von einem guten Geist beseelt war.»

Der allmähliche Abstieg

Zum Meisterbecher gesellte sich vier Tage später der Cup. Visp wurde mit 5:3 besiegt. Der ZSC war somit die erste Mannschaft, welcher es gelang das Double zu gewinnen. Leider sollte dies der letzte grosse Erfolg für viele Jahre bleiben.

Wiederum musste der ZSC im Laufe weniger Jahre das ganze Meisterkader ersetzen. Es war eine ähnliche Kur wie 1952. Doch war die Konkurrenz der andern Klubs noch stärker geworden. Ein Faktor spielte eine immer wichtigere Rolle im Eishockey: das Geld. Zudem verlor die zweite Mannschaft ihre Zugehörigkeit zur Nationalliga. Dies liess den Leistungsunterschied zwischen dem Fanionteam und den unteren Mannschaften noch augenfälliger werden  und die Integrierung der Kräfte von unten wurde dadurch sehr erschwert.

Die hinteren Ränge am Schluss einer Meisterschaft wurden zum Dauerzustand. Und lief es ein mal in der Qualifikationsphase gut, so war in der Endrunde der letzte Platz stets für den ZSC reserviert. Am Ende der sechziger Jahre reichte es nur noch zur Abstiegsrunde. 1971 musste der ZSC erstmals in seiner Geschichte den Weg nach unten antreten, nachdem zuvor Bern und Rekordmeister Davos vom gleichen Schicksal ereilt worden waren. Jene zwei Klubs also, die dem Schweizer Eishockey zu europäischem Ansehen verholfen hatten, gehörten nicht mehr der obersten Spielklasse an.

Doch zu jener Zeit führte der Verein schon seit einigen Jahren die erste Mannschaft nicht mehr. Die Hallenstadion AG hatte den Betrieb und auch das finanzielle Risiko übernommen. Ein Direktionskomitee, bestehend aus zwei Vertretern der Halle und einem des ZSC, führte die Geschicke des Teams. Doch auch diesem Gremium gelang es nicht den Karren aus der abschüssigen Bahn zu lenken.

So wurde in der Saison 1971/72 ein Neuanfang gemacht. Es kam eine ganze Reihe neuer Leute, so unter anderen Stu Robertson als Trainer. Zudem wurde auch beim Tenü ein Neuanfang gemacht: Leibchen und Hosen waren grün (und nicht mehr blau-weiss-rot). Das erste Gastspiel in der Nationalliga B dauerte zwei Jahre. Dann kam der Wiederaufstieg.

Da machte man aber bei der Hallenstadion AG den wohl entscheidensten Fehler der letzten 20 Jahre. Anstatt die gute NLB-Mannschaft entscheidend zu verstärken wurde eine Sparübung durchgeführt. Unter dem Vorwand, die Preisspirale im Transfermarkt nicht mitmachen zu wollen, wurden nur Spieler aus Unterklassigen Vereinen und ohne Nationalliga-Erfahrung verpflichtet. Das Resultat liess nicht auf sich warten. Mit nur l0 Punkten aus 28 Spielen trat der ZSC den Rückweg in die zweite Spielklasse an. Die Hallenstadion AG investierte jetzt – aber zu spät – und gab zwei Jahre später die Mannschaft wieder an den Klub zurück, nachdem die besten Spieler weitertransferiert worden waren.

Der lange Weg zurück

Aus dem Nichts musste der ZSC eine neue Mannschaft auf die Beine stellen. Nur vier Kaderspieler gehörten dem Klub, alle andern waren Leihspieler. Neben sportlichen Zielen musste es die Aufgabe der Vereinsleitung sein, die Zahl der eigenen Kräfte wieder massiv zu erhöhen. In verdankenswerter Weise hatten sich die beiden erfolgreichen Bosse des FC Zürich, Edy Naegeli und Walter Bolli, bereit erklärt, auch beim ZSC Führungsarbeit zu leisten. Das Verdienst, eine «eigene» Mannschaft wieder auf die Beine gestellt zu haben gebührt eindeutig Walter Bolli. Das sportliche Ziel, der Auf stieg in die NLA, wurde aber viermal knapp verfehlt.

Die fünfte Saison in eigener Regie brachte dann den heissersehnten Erfolg. In der 49. Meisterschaft seit Bestehen des Vereins wurde die Promotion Tatsache.

Doch zeigte es sich, dass die Kluft zwischen den beiden obersten Ligen eher grösser als kleiner geworden war. Verschiedene Teams bestanden nur noch auf dem Papier aus Amateuren. Das Team war eine starke B-Mannschaft, doch für die A-Liga reichten weder die Kräfte noch das Glück – welches dem ZSC ja kaum je hold gewesen ist – aus, um sich oben zu behaupten. So wurde die Mannschaft zum Spielball der Ligen und damit zur Liftmannschaft, ein Attribut, dass von Medien und Publikum nach Kräften ausgeschlachtet wurde. Sicher konnte kein Klub so viele Aufstiegsfeste veranstalten wie der ZSC, doch dauerte die Freude meistens nur bis zum Beginn der Meisterschaft.

Nach l983 und l985 – das zweite Mal mit dem unvergessenen Reto Sturzenegger – kam 1989 die letzte Promotion zustande. Und diesmal gelang es der Mannschaft, den Ligaerhalt bis heute zu wahren. Der ZSC feierte 1990 seinen 60. Geburtstag in der Nationalliga A.

Seit dem Aufstieg waren die Erfolge allerdings rar gesät. In den Playoffs, die in der Saison 1985/86 eingeführt wurden, erreichte der ZSC nur einmal die nächste Runde. Dies war 1992 in der unvergesslichen Viertelfinalserie gegen Lugano, die der ZSC mit 3-1 Siegen für sich entschied. 2 dieser Spiele endeten erst im Penaltyschiessen zugunsten des ZSC. Die Helden hiessen damals (Sauerstoffmasken-) Krutov und Adi Hotz.

Die Fusion

Alle späteren Aufbauversuche fruchteten nichts mehr. Bernd Böhme war der letzte Präsident des ZSC und wurde für viele zum Verräter des ZSC. 1997 fusionierte der ZSC mit der Eishockeysektion des Grasshoppers Clubs und spielt nun als ZSC Lions in der obersten Liga. In einer ersten Version sollte das Fanionteam in Züri Lions unbenannt werden. Alle Oppositionsbemühungen und Wehklagen fruchteten nichts, nur der Name ZSC konnte wenigstens noch erhalten bleiben, jedoch nur mit dem Anhängsel Lions. Die erste Saison der ZSC Lions erinnerte allerdings eher an vorangegangene Zeiten. Hardcore-Trainer Hans Zach schaffte es mit seiner harten Tour nicht, die Mannschaft in ein Team zu verwandeln. Nach seiner Absetzung konnte Notnagel Kent Ruhnke die Mannschaft wieder einigermassen motivieren. Im letzten Spiel der Abstiegsrunde in Herisau schaffte der ZSC den Ligaerhalt doch noch.

In der Saison 98/98 schwamm der ZSC in der Quali auf der Welle des Erfolges. Der 2. Platz war der verdiente Lohn für konstant gute Leistungen. Als neuer Torhüter des ZSC war Ari Sulander der stärkste Rückhalt des Teams und wurde für seine guten Leistungen mit der Jaques-Plante-Trophy geehrt. In den Viertelfinals stolperte der ZSC, als Favorit gestartet, über den EHC. Am Ende der Kräfte angelangt, schaute nur noch ein ehrenvolles, aber ärgerliches, 3-4 in der Best-of-Seven Serie heraus.

Erfolgsjahre

Grande Zurigo Teil I: Unspektakulär, aber wiederum sehr Erfolgreich, schlossen die ZSC Lions die Qualifikation der Saison 1999/2000 auf dem 2 Platz ab. Für Wirbel sorgte vorallem die stetige Trainerfrage und man konnte fast glauben der Hallenstadiongeist sei wieder erwacht. Trainer Ruhnke blieb jedoch bis zum Schluss in seinem Amt und im Playoff spielte der ZSC nebst erfolgreichem auch sehr spektakuläres Hockey. Der HC Davos wurde im Viertelfinal mit 4-1 geschlagen, der EVZ sogar mit 4-0. Im wohl bis dahin besten Playofffinal auf Schweizer Eis seit bestehen des Playoffs, wuchsen die Zürcher über sich heraus und erkämpften sich den Meistertitel gegen den grossen Favoriten aus Lugano. Im sechsten Finalspiel schoss Adrien Plavsic vor 12'500 begeisterten Zuschauern nach 59:50 Minuten den entscheiden Meistertreffer zum 4-3. Die Serie ging damit mit 4-2 zugunsten der ZSC Lions aus, die nach 39 langen Jahren endlich wieder Meister wurden. Was folgte war eine unvergessliche Freinacht im Hallenstadion und in vielen Lokalen von Zürich.

Grande Zurigo Teil II: In der Saison 2000/20001 beendeten die ZSC Lions zum dritten Mal die Qualifikation auf dem 2. Platz. Der ZSC wurde nicht sehr oft gefordert und fuhr seine Siege zum Teil auf minimalistische Art und Weise ein. Auch in dieser Saison ging es nicht ohne Querelen zwischen Trainer und Mannschaft. Denoch gewann der ZSC im Januar als zweites Schweizer Team nach Ambri Piotta den Continental Cup. Dies als Ausrichter des Finalturniers vor heimischem Publikum gegen die London Knights (1-0), München Barons (4-1) und Slovan Bratislava (1-5). Als klare Favoriten starteten die ZSC Lions in die Playoff Viertelfinals. Rapperswil-Jona wurde dabei problemlos mit 4-0 besiegt. In den Halbfinals erwarteten die Lions den Nachbarn aus Kloten. Mit den Flyers war bekanntlich noch eine Rechnung aus den Playoffs 1999 offen. Die Stadtzürcher wurden sofort Ihrer Favoritenrolle gerecht und es wurden keine Zweifel über den Ausgang offengelassen Der ZSC gewann die Serie mit 4-1. Im Finale standen sich dann wieder der ZSC und der HC Lugano gegenüber. Nach je einem Heimsieg wuchs Philip Bozon vom HC Lugano über sich hinaus und schoss in den nächsten beiden Spielen die Luganesi mit 6 Toren zu einer 3-1 Führung in der Serie. Noch nie wurde ein 1-3 im Playoff nochmals umgekehrt. Doch allen Prognosen zum Trotz stand der ZSC wieder auf. Die Tessiner wurden in der Resega kalt erwischt und mit 6-3 vernichtend geschlagen. Der Sieg war eine Willens- und Charakterleistung jedes Spielers die sich an ihr bestes Eishockey erinnerten. Im 6. Spiel im Hallenstadion, dass zum sechsten mal in Serie ausverkauft war, wurde der HC Lugano schlicht und einfach vom Eis gefegt. Das 5-1 war in jeder Hinsicht verdient. Dies war wohl eine der besten Leistungen die je eine ZSC Mannschaft im Hallenstadion zustande brachte. Das 7. und entscheidende Spiel in Lugano fand wiederum ohne ZSC Fans statt. Nach einem unkonzentrierten und nervösen Startdrittel lagen die ZSC Lions noch mit 0-1 zurück. Es brauchte eine 5-Minuten Strafe gegen Lugano um ihm letzten Drittel noch durch 'Löwenkönig' Zeiter ausgleichen zu können. 9600 Zuschauer im Hallenstadion schauten derweil die Finalissima auf Grossleinwand und wurden immer nervöser. In der Verlängerung schoss dann Morgan Samuelson nach 70:07 den entscheidenden Treffer der im Hallenstadion wie ein Blitz einschlug und das alte Stadion zum Beben brachte

Sättigung und Neuaufbau

Die Saisons 2001/02 und 2002/03 standen im Zeichen der Sättigung. Nach einer mittelmässigen Saison wurde 2002 Lugano im Halbfinale mit 4-3 in der Serie geschlagen. Auch hier vergab Lugano den sicher geglaubten Sieg wieder aus der Hand. Das Halbfinale war schlussendlich eine zu grosse Abnützungsschlacht und der Final ging gegen den HCD sang und klanglos mit 0-4 verloren. Immerhin konnte man den Continental Cup wieder gewinnen. Wie sportlich wertvoll dieser ist bleibt aber dahingestellt.

In der darauf folgenden Saison sah man einen ZSC der weiterhin stagnierte. Attraktiv war das Eishockey in dieser Saison selten. Immerhin konnte der ZSC mit Müh und Not ein Viertelfinal Out gegen Rapperswil verhindern. Diese Serie wurde nach einem 2-3 Rückstand noch mit 4-3 gewonnen. Danach war aber die Luft draussen und der spätere Meister HC Lugano gewann im fünften Anlauf, mit 4-1, seine erste Playoff Serie gegen den ZSC

2003/04 begann der leichte Neuaufbau einer neuen Mannschaft mit Christian Weber als Chefcoach. Das Nachwuchskonzept begann Früchte zu tragen. In der Qualifikation resultierte ein 5. Platz nach dem der Z lange Zeit auf dem 3. Rang gelegen war. Im Viertelfinal wurde der HCD mit 4-2 Siegen nieder gerungen. Im Halbfinal verlor der Z zum 2. mal hintereinander eine Playoffserie gegen Lugano. Und dies nach einer 3-1 Führung in der Serie. Im 6. Spiel vergab der Z leichtfertig eine 3-2 Führung (durch Zeiter in der 57. Minute!) eine Minute später doch noch aus der Hand. Es wartet nun die Exilsaison in der KEBO im Neudorf.

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